Der Zustand des österreichischen Pensionssystems
Unser Pensionssystem: teuer, unfair und nicht zukunftssicher
Unser Pensionssystem wirkt auf den ersten Blick stabil. Die Pensionen werden ausbezahlt, das System läuft. Aber dieser Eindruck täuscht. Denn in Wahrheit funktioniert eben dieses System nur, weil es jedes Jahr massiv durch Steuergeld gestützt wird und die Rechnung an die nächste Generation weitergegeben wird. An eine Generation, die zahlenmäßig immer kleiner wird, aber trotzdem immer mehr tragen muss.
Die Realität hinter den Zahlen:
Früher kamen auf einen Pensionisten über vier Erwerbstätige. Heute sind es nur noch rund drei und in Zukunft werden es weniger als zwei sein.
Die Lebenserwartung ist in den vergangenen Jahrzehnten stark angestiegen, das tatsächliche Pensionsantrittsalter bleibt aber niedrig. Die Folge: längere Pensionszeiten. Im internationalen Vergleich gehen wir früh in Pension und werden durch das staatliche Umlagesystem vergleichsweise großzügig unterstützt.
Schon heute müssen über 30 Milliarden Euro pro Jahr aus Steuergeld zugeschossen werden. Tendenz steigend.
Unterschiedliche Systeme bedeuten unterschiedliche Regeln – je nach Berufsgruppe. Manche gehen deutlich früher und mit höheren Pensionen als andere.
Die Pensionsdebatte läuft falsch
In Österreich wird seit Jahren an Symptomen herumgedoktert, anstatt das System grundlegend zu reformieren.
Das Ergebnis:
Ein System, das nach außen stabil wirkt – aber innen immer stärker unter Druck steht.
Ein System, das nur durch Aufschieben funktioniert, ist kein stabiles System, sondern ein Risiko. Wir brauchen endlich einen neuen Generationenvertrag: Ehrlich, nachhaltig und fair.